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Hantavirus-Endemiegebiete in Baden-Württemberg

Wo in Baden-Württemberg ist das Hantavirus besonders verbreitet? Aktuelle Karten, Risikostufen und regionale Statistiken für Hausbesitzer und Gewerbetreibende.

Baden-WürttembergEndemieKarte
Hantavirus-Endemiegebiete in Baden-Württemberg

Hantavirus in Deutschland — die aktuelle Lage

Deutschland gehört zu den europäischen Hochburgen für Hantavirus-Infektionen. Besonders im Süden und Osten des Landes werden jährlich Hunderte Fälle gemeldet. Doch auch innerhalb Baden-Württembergs gibt es große regionale Unterschiede.

Hochrisikogebiete in Baden-Württemberg

1. Südlicher Bodenseeraum (Konstanz, Singen, Radolfzell)

  • Rötelmaus-Anteil sehr hoch
  • Dichte Laubwald-Vorkommen und Gärten
  • Hohe Populationsdichte der Nagetiere durch milde Winter

2. Hegau und Oberschwaben (Stockach, Überlingen, Ravensburg)

  • Traditionell Endemie-Schwerpunkt
  • Viele Landwirtschaftliche Betriebe mit Lagerräumen
  • Regelmäßige Frühjahrs-Ausbrüche

3. Westlicher Schwarzwald (Waldshut-Tiengen, Lörrach)

  • Mischwald und Altbaubestand bietet ideale Habitats
  • Viele Wochenendhäuser und Ferienobjekte mit saisonalem Leerstand

4. Mittlerer Neckarraum (Heilbronn, Ludwigsburg)

  • Mäßiges Risiko, aber steigende Trendlinie
  • Hochhäuser mit ungenutzten Kellergeschossen

Wann ist die Gefahr am größten?

ZeitraumRisikoGrund
März–Mai⬆⬆⬆ HochErwachen der Nagetiere, Frühjahrsputz in Kellern
Juni–August⬆⬆ MittelReproduktionsphase, aber oft weniger Kelleraktivität
September–November⬆⬆⬆ HochNahrungssuche, Einlagerung, erste Kälte
Dezember–Februar⬆ NiedrigRuhephase, aber Aufwirbelung bei Heizungsanlauf

Was sagt das RKI?

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für Baden-Württemberg regelmäßig:

  • Puumala-Virus als dominanten Stamm (HFRS-Form)
  • Keine HPS-Fälle bisher in Deutschland
  • Case-Fatality-Rate bei behandelten HFRS-Fällen: < 1%

Jedoch: Nierenschäden können bei unbehandelten Verläufen persistieren.

Risiko-Faktoren für Ihr Objekt

Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto höher das Risiko:

  • Objekt liegt in einem der genannten Risikogebiete
  • Keller oder Dachboden werden selten betreten
  • Umgebung mit Laubwäldern, Gärten oder Äckern
  • Älteres Gebäude (Ritzen, Hohlräume)
  • Früherer Nagetierbefall
  • Fehlende Abdichtung an Rohrdurchführungen

Was Sie als Hausbesitzer tun sollten

  1. Kennen Sie Ihr Risiko — unser Gefahrenzonen-Check gibt Orientierung
  2. Lassen Sie inspizieren — gerade vor Frühjahr und Herbst
  3. Investieren Sie in Prävention — Abdichtung ist günstiger als Desinfektion
  4. Dokumentieren Sie — wichtig für Versicherung und Mietsachen

Unser Servicegebiet

Wir sind in ganz Baden-Württemberg für Sie unterwegs — besonders häufig in:

  • Konstanz und dem Bodenseekreis
  • Freiburg und dem südlichen Schwarzwald
  • Ravensburg und Oberschwaben
  • Karlsruhe und der Oberrheinregion

Kontaktieren Sie uns für eine regionale Risikoeinschätzung oder Besichtigung.

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Unser Team berät Sie gerne unverbindlich.

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